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Anbieter von MiS Micro-Stimulations-Systemen zur Dekubitus- und Schmerztherapie:
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Dekubitusprophylaxe - Lagerungstechniken

Was ist eine Mikrolagerung?

Der gesunde liegende Mensch führt in einer Stunde zwischen 8 und 40 Mikrobewegungen durch. An diesem physiologischen Bewegungsmuster orientiert sich die Mikrolagerung. Angestrebt werden physiologische Positionsveränderungen in den Gelenken sowie unterstützende Lageveränderungen durch Druckverteilung an Kopf, Schultern, Hüfte und des Fersenbereichs.

Welche Ziele hat die Mikrolagerung?

Es gilt mittlerweile als gesichert, dass kleinste Schwerpunktverlagerungen ausreichen, um eine prophylaktische Wirkung zu erzielen. Die Häufigkeit und Kontinuität in der Nachahmung des physiologischen Bewegungsmusters dient unterstützend der Vermeidung von Sekundärerkrankungen wie z. B. Dekubitus, Pneumonie, Thrombose und Kontrakturen.

Eine Druckentlastung von bestimmten Körperarealen, wie bei der Makrolagerung, wird nicht erzielt. Die Mikrolagerung dient der zeitweiligen Entlastung (Druckverteilung), aber ersetzt nicht das regelmäßige Umlagern.

Bei wem kann die Mikrolagerung angewendet werden?

Die Mikrolagerung kann bei allen Patienten angewendet werden, die sich nicht ausreichend selbst bewegen können und aufgrund dessen seitens der Pflege Unterstützung in ihrer Bewegung und Mobilität bedürfen. Diese Lagerungsvariante eignet sich besonders gut für Schmerzpatienten oder den nächtlichen Positionswechsel. Sie bietet die Möglichkeit, schnell und sanft Lageveränderungen durchzuführen, indem der Patient nur minimal bewegt wird.

Wie wird die Mikrolagerung durchgeführt?

Es können bei jedem Patientenkontakt kleinste Lage- und Positionsveränderungen durchgeführt werden. Diese Maßnahme kann beispielsweise im Uhrzeigersinn erfolgen. Dazu kann ein zusammengefaltetes Handtuch unter das Becken geschoben und nach kurzer Zeit unter der Schulter positioniert werden.

Welche Hilfsmittel können eingesetzt werden?

Zur Durchführung einer Mikrolagerung eignen sich besonders gut Hand­tücher, Bettdecken (gefaltet/als Rolle) sowie Kissen. Der Hilfsmitteleinsatz sollte unter dem Aspekt „weniger ist mehr“ erfolgen, um negative Auswirkungen auf Bettklima und Bewegungsfreiheit des Patienten zu vermeiden.

Da keine speziellen Lagerungshilfsmittel zum Einsatz kommen, kann die Mikrolagerung auch von pflegenden Angehörigen durchgeführt werden.

mikrolagerung

Im Folgenden stellen wir die verbreitetsten Lagerungs-/ Positionierungsvarianten vor. Diese lassen sich natürlich mit allem durchführen, was gerade in der häuslichen Pflege immer vorrätig ist, allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass perfekte Lagerung und Positionierung auch perfektes Material erfordert. Es gibt auf dem Markt mittlerweile ein breites Sortiment für Lagerungshilfsmittel sodass für jede Situation das geeignete Material verfügbar ist (z.B. Lück, Russka, Wulff, etc.).

3. Lagerung/Positionierung

30°-Lagerung

abb0630lagerungb200Die bekannteste Form ist die 30-Grad-Schräglage. Bei dieser Lagerung wird entweder die rechte oder linke Gesäß- bzw. Körperhälfte belastet. Diese Stellen eignen sich zur Druckbelastung, da sie durch die Gewebemuskulatur gut abgepolstert sind und sich keine Knochenvorsprünge darunter befinden. Diese Stellung wird mit Hilfe von zwei großen Kissen erreicht, die auf die Hälfte (Schiffchen) gefaltet werden.

Das erste wird rechts oder links der Wirbel­säule unter den Rücken gelegt, das zweite unter den entsprechenden Ober­schenkel. Diese Form der Lagerung bedarf einiger Übung und Drehtechnik, sie kann jedoch schnell erlernt werden.

Mikrolagerung

abb07mikrolagerungb270Die Mikrolagerung kann bei allen Patienten angewendet werden, die sich nicht ausreichend selbst bewegen können und aufgrund dessen seitens der Pflege Unterstützung in ihrer Bewegung und Mobilität bedürfen. Sie bietet die Möglichkeit, schnell und sanft Lageveränderungen durchzuführen, indem der Patient nur minimal bewegt wird. Insbe­son­dere Schmerzpatienten profitieren von dieser Lagerungsvariante. Bereits mit kleinsten Schwerpunktverlagerungen wird eine prophylaktische Wirkung erzielt.

Angestrebt werden physiologische Positionsveränderungen in den Gelenken sowie unterstützende Lagever­änderungen durch Druckverlagerungen an Kopf, Schultern, Hüfte und des Fersenbereichs.

Als Lagerungshilfsmittel eignen sich besonders gut Handtücher, Bettdecken (gefaltet/als Rolle) sowie Kissen. Dazu kann beispielsweise ein gefaltetes Handtuch unter der Schulter positioniert und nach kurzer Zeit unter das Becken geschoben werden. Der Einsatz von Lagerungshilfsmitteln sollte unter dem Aspekt „weniger ist mehr“ erfolgen, um negative Auswirkungen auf Bettklima und Bewegungs­freiheit des Patienten zu vermeiden. Besteht bereits eine Druckstelle im Bereich des Steißbeins, ist auf die Rückenlage völlig zu verzichten.

Falttechniken zur Mikrolagerung:

handtuchgefaltetb150

3-fach Faltung (z.B. zur Lagerung des Schulterblatts)

handtuchrolleb150

Rolle (z.B. zur Lagerung der Gesäßregion)

handtuchdoppelrolleb150

„Brezel“-Faltung (z.B. zur Lagerung der Extremitäten)

 

135°-Lagerung

abb08135lagerungb200Neben den beschriebenen Formen ist auch die 135-Grad-Lagerung möglich. Sie bietet einen besonderen Vorteil bei bereits vorhandenen Druckgeschwüren im Bereich des Steißbeins. Die meisten Patienten empfinden diese Haltung als recht angenehm. Auch hier wird wiederum mit zwei Kissen gearbeitet, wobei eines unter eine Hälfte des Oberkörpers gebracht wird und das andere unter die entsprechende Hüfte und Oberschenkel.

Freilagerung

abb09freilagerungb200Gefährdete oder betroffene Körperstellen können auch durch eine Freilagerung entlastet werden. Die Fersen eignen sich hierfür besonders gut. Als Lagerungshilfsmittel kann ein einfaches Handtuch dienen. Bei der Freilagerung ist jedoch darauf zu achten, dass man durch diese Maßnahme keine anderen Körperstellen extrem belastet bzw. einem Druck aussetzt, der die Blutzirkulation beeinträchtigt. Folglich dürfen Sitzringe aus Schaumstoff oder aus Gummi nicht eingesetzt werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass das Knie nicht überstreckt ist, was mit einer Handtuchrolle unter dem Knie leicht zu vermeiden ist.

 

Zusammenhang Position/Schlafkomfort

Nicht jede Position ist für jeden Menschen geeignet. Gerade diejenigen unter uns, die schon einmal durch Krankheiten, Operationen, Verbänden oder Schwangerschaft gezwungen waren, in ungewohnten Positionen zu schlafen, wissen wie sehr dies die Schlafqualität beeinträchtigen kann. Schlechte Schlafqualität bedeutet weniger Mikrobewegungen, weniger Mikrobewegungen bedeuten ein höheres Dekubitusrisiko. Schlechter Schlaf und Unausgeschlafenheit am Tage bedeuten ebenfalls eine Abnahme der Mobilität bzw. der Bereitschaft zu Mobiliät. Also ist es nicht damit getan, die geeignete prophylatische Lagerung anzubieten, sondern auch eine Position zu wählen, in der sich der Betroffene optimal entspannen und schlafen kann.