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Anbieter von MiS Micro-Stimulations-Systemen zur Dekubitus- und Schmerztherapie:
www.thevo.info

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Dekubitusprophylaxe - Bewegungsförderung

2. Gewebeschonende Bewegungs-, Lagerungs- und Transfertechnik

Die Fähigkeit, sich in der eigenen Umgebung frei bewegen zu können, also die Mobilität, ist für das Wohlbefinden und die Gesundheit eines Menschen von größter Wichtigkeit. Ist die Mobilität reduziert bzw. nicht mehr vorhanden, hat dies zahlreiche negative Folgen auf die Psyche des Betroffenen, aber vor allem auf die Gesunderhaltung seines Körpers.

Wie bereits vorher beschrieben, kann die Mobilität eines Menschen so stark eingeschränkt sein, dass er eine Druckentlastung nicht mehr selbständig durchführen kann. Er ist nicht mehr in der Lage, seine Körperposition zu verändern.

Genau dieser Zustand birgt ein sehr großes Dekubitusrisiko. Somit stellt der Erhalt der Mobilität eine der wichtigsten prophylaktischen Maßnahmen dar.

Ist die Beweglichkeit eines Patienten durch Behinderung, Erkrankung oder einfach aufgrund des Alters eingeschränkt, müssen Pflegende und Therapeuten Maßnahmen ergreifen, um weitere Bewegungseinschränkungen zu vermeiden und die Restmobilität zu fördern.

Die Durchführung entsprechender Maßnahmen nennt man Mobilisierung. Zu diesen Maßnahmen gehören:

  • die richtige Lagerungstechnik,
  • die Durchführung von Bewegungsübungen,
  • Veränderungen der unmittelbaren Umgebung eines Patienten und
  • die geistige Anregung eines Patienten, sowie
  • Bewegungs- und Transfertechnik.

Die richtige Lagerungstechnik

Der Begriff „Lagerung“ ist zwar im pflegerischen Sprachgebrauch sehr weit verbreitet, impliziert jedoch komplette Passivität des „Zu Lagernden“. Daher wird im Folgenden der Begriff Lagerung durch den Begriff der Positionierung ergänzt, dass das Einnehmen einer Position Aktivität des Betroffenen erfordert. (Nach Wagner, 2012)

Die für den Patienten richtigen Lagerungen/Positionierungen werden im nächsten Abschnitt gesondert beschrieben. Die Abbildungen werden Ihnen zeigen, was man sich unter den entsprechenden Positionen vorstellen muss.

Ziel einer gewebeschonenden Lagerung ist es, den Patienten in eine Position zu bringen, in der die gefährdeten Körperstellen relativ druckunbelastet bleiben. Dieses kann beispielsweise durch unterschiedlichste Bewegungs-, Lagerungs- und Transfertechniken nach Bobath oder Kinästhik erfolgen. Schon durch die Hand­habung des Lagerns werden dem Körper des Patienten die wichtigen aktiven bzw. passiven Bewe­gungen er­möglicht.

Darum muss der Vorgang des Lagerns in für den Betroffenen nachvollziehbaren, langsamen Bewegun­gen erfolgen. Bereits hierbei ist es möglich, dem Patienten den eigenen Bewegungsspielraum erfahrbar zu machen und so zu seiner Erhaltung beizutragen.

Bewegungsförderung

Der Einfluss von körperlicher Aktivität in Form z.B. von Bewegungsübungen oder leichtem Sport auf die Verlangsamung des körperlichen wie des mentalen Alterungsprozesses wird immer wieder hervorgehoben. Dementsprechend sollten Bewegungsübungen konsequent durchgeführt werden.

Art und Ausdauer dieser Übungen richten sich nach der körperlichen Konstitution des Betreffenden. Von entscheidender Wichtigkeit ist es, die Bewegungsübungen nicht losgelöst von pflegerischen Tätigkeiten durchzuführen, sondern sie in die Tätigkeiten zu integrieren. Es sollte auch über die Versorgung mit Mobilitätshilfen nachgedacht werden. Häufig reicht schon ein Stock oder eine Gehhilfe aus. Solche Mobilitätshilfen sollten vom Patienten ausprobiert werden. Heute gibt es ein großes Angebot, das die Bedürfnisse jedes Patienten decken kann und hilft, die Bewegungsfähigkeit und damit die Selbständigkeit des Betreffenden zu erhalten.

Die geistige Anregung des Patienten

Nach diesen eben behandelten Punkten sollte ein weiteres Augenmerk auf die geistige Anregung eines Patienten gerichtet werden, denn körperliche Beweg­lichkeit fängt im Kopf an. Gespräche, Fernsehen, Zeitung lesen, Ausüben von Hobbies etc. dienen der geistigen Fitness. Häufig können Betroffene aufgrund einer Sehschwäche nicht mehr lesen oder fernsehen. In einem solchen Fall sollte dem Patienten vorgelesen werden. Aber auch das Hören von Hörspielen bietet dem Patienten Anregung.

Klassische Mobilisation

Unter Mobilisierung versteht man Maßnahmen zur körperlichen und geistigen Aktivierung von Patienten, vor allem bei Bettlägerigkeit oder nach Operationen. Zu diesen Maßnahmen gehören z. B. das Aufsetzen am Bettrand, das Gehen mit Unterstützung eines Helfers oder aber auch passive und aktive Bewegungs­übungen.

Hinweis zu Mobilisation Sitzen

Natürlich ist es wichtig dem Patienten bei den unterschiedlichen Mobilisationstechniken auch anzubieten, das Blickfeld zu verändern bzw. den Raum zu wechseln.

Durch moderne Untersuchungen wissen wir aber auch, dass hoher Druck über kurze Zeit die Haut sehr stark schädigen kann und einem Dekubitus Vorschub leistet. Der entstehende Druck auf das Gesäß ist im Sitzen erheblich höher als im Liegen.

Aktuelle Untersuchungen belegen, dass ein Dekubitus bei einstprechendem Risiko bereits nach 10 bis 20 Minuten entstehen kann. Dies bedeutet, dass bei Menschen, die ein hohes Dekubitusrisiko aufweisen, die Zeit des Sitzens stark begrenzt werden muss. Manchmal so weit, dass Sitzen nur zur Nahrungsaufnahme ermöglicht werden kann.

MiS Micro-Stimulation

Leider erreichen die Maßnahmen der klassischen Mobilisation häufig nicht das gewünschte Ziel. Oft liegt es daran, dass die Pflegebedürftigen nicht in der Lage sind, sich zu bewegen oder es schlichtweg ablehnen. Der Grund für diese Haltung kann darin bestehen, dass der Patient unter massiven Körperwahrnehmungsstörungen leidet. Diese Störungen resultieren oftmals aus einer gewissen Reizarmut. Aus verschiedenen Bewegungskonzepten ist seit vielen Jahren bekannt, dass sich ein Mensch nur dann bewegen kann, wenn er zuvor Reize wahrnehmen konnte und diese infolgedessen mit einer Bewegung beantworten kann.

Das Bewegungs- und Wahrnehmungskonzept der MiS Micro-Stimulation nimmt diese Grundgedanken auf und verbindet sie mit den Anforderungen zur Dekubitusprophylaxe. MiS Micro-Stimulation bedeutet, durch Berührung und kleine Bewegungen die Wiederherstellung der Körperwahrnehmung des Patienten zu unterstützen und dadurch die Eigenbewegung zu fördern. Dadurch wird Druckverteilung/ und –entlastung im Gewebe gewährleistet, so dass das Auftreten von Druckgeschwüren verhindert wird.