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Anbieter von MiS Micro-Stimulations-Systemen zur Dekubitus- und Schmerztherapie:
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Dekubitus-Ratgeber

Dekubitusprophylaxe

Vorbeugende - prophylaktische Maßnahmen

Ein Druckgeschwür stellt eine große Belastung für den Patienten dar. Die Therapie eines Dekubitus ist in der Regel schmerzhaft und dauert häufig mehrere Wochen bis Monate.

Der Patient zieht sich oft vom gesellschaftlichen Leben zurück. Daraus resultieren nicht selten Depressionen bei den Betroffenen. Darum sollte erst gar kein Druckgeschwür entstehen. Zur Vorbeugung müssen gezielte Maßnahmen ergriffen werden. Trotz des Expertenstandards Dekubitusprophylaxe, der eine fundierte Handlungsrichtlinie bietet, wird häufig noch veraltetes Fachwissen angewendet. Unsachge­mäße pflegerische Handlungen, wie z. B. die Einreibung mit Melkfett oder das Massieren gefährdeter Hautpartien ist nach wie vor vorzufinden.

Der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe aus dem Jahr 2000 und seine Aktualisierung 2010 dient hier als Grundlage für die nachfolgenden Ausführungen.

Zur Schaffung einer qualitativen und einheitlichen Basis ist im August 2000 der nationale Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe veröffentlicht worden. Dieser dient hier als Grund­lage für die nachfolgenden Ausführungen.

Der Expertenstandard umfasst folgende Schwerpunkte:

  • Aktuelles Wissen über Dekubitusentstehung und Einschätzungskompetenz des Dekubitusrisikos
  • Gewebeschonende Bewegungs-, Lagerungs- und Transfertechniken
  • Unverzüglicher Einsatz angemessener Hilfsmittel
  • Schulung der Patienten und deren Angehöriger
  • Gewährleistung der kontinuierlichen Durchführung prophylaktischer Maßnahmen
  • Einschätzungskompetenz über die Effektivität der prophylaktischen Maßnahmen

1. Risiko erkennen

Um ein Dekubitusgeschwür zu verhüten ist es zunächst einmal wichtig, das Dekubitusrisiko eines Patienten richtig einzuschätzen. Dazu kann man sich einer Auflistung der einzelnen Risikofaktoren bedienen und überprüfen, ob von diesen einige zutreffen. In den letzten Jahren bediente man sich hierfür häufig einer sogenannten Dekubitusrisikoskala und es entbrannten heftige Diskussionen unter den Pflegekräften darüber, welche der bekannten Skalen (Norton, modifizierte Norton, Braden, Waterlow, etc.) wohl am besten geeignet ist um ein Dekubitusrisiko zu ermitteln.

Die aktuelle Version des Expertenstandards Dekubitusprophylaxe von 2010 spricht hier deutliche Worte:

„Dekubitusrisikoeinschätzung ist mehr als die Anwendung einer Skala“ (Schröder, Kottner, 2012, S.71)

Ein Dekubitusrisiko bedeutet, dass eine Person verschiedene sowohl intrinsische als auch extrinsische Faktoren aufweist, die die Wahrscheinlichkeit, ein Druckgeschwür zu entwickeln erhöhen. Diese Faktoren variieren von Person zu Person und deren Zusammenwirken ist nicht ausreichend erforscht und belegt.

Was wir klar aussagen können ist, dass eine Beeinträchtigung der Fähigkeit sich selbst zu bewegen oder selbständig einen Lagewechsel anzubahnen, den größten Risikofaktor überhaupt darstellt. Immobilität stellt also den größten Faktor dar und kann zusammen mit den bereits genannten zusätzlichen Faktoren zur Enstehung eines Druckgeschwürs führen.