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Anbieter von MiS Micro-Stimulations-Systemen zur Dekubitus- und Schmerztherapie:
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Dekubitus-Ratgeber

Dekubitus-Problematik in Deutschland

Der „Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ leistet bereits seit dem Jahr 2000 einen effektiven Beitrag zum Dekubitusmanagement. Seine Überarbeitung im Jahr 2010 bewirkte nochmals einen Schritt hin zu einer modernen, wissenschaftlich fundierten Pflege. Immer wieder in der Presse erscheinende Berichte über Dekubitusfälle haben zwar eine hitzige Diskussion über Pflegequalität entfacht, Gerichte und Rechtsmedizin bemüht, aber gesicherte Zahlen zum Dekubitusaufkommen in Deutschland und zu den Folge­kosten liegen leider immer noch nicht vor. Bei der Betrachtung des Problems müssen wir uns seit Jahren auf Expertenschätzungen berufen. Nach diesen Schätzungen entwickeln jährlich mehr als 400.0001) Menschen einen behandlungsbedürftigen Dekubitus. Betroffen sind insbesondere immobile, kranke zumeist ältere Menschen. Es trifft demzufolge zumeist Bewohner von Pflegeheimen und Patienten in Krankenhäusern sowie Pflegebedürftige im häuslichen Bereich. Dieser Zahl stehen – ebenfalls geschätzte – Kosten in Höhe von 1 bis 2 Milliarden Euro gegenüber, die pro Jahr für die Therapie von Druckgeschwüren aufgewendet werden.2)

Mindestens die Hälfte der Kosten könnten durch eine konsequente Durchführung der Dekubitus­prophylaxe und –therapie eingespart werden, so erklärt unter anderem das Robert-Koch-Institut. Angesichts dieses Wissens ist die Versorgung vieler Krankenkassen mit Hilfe von Ausschreibungen umso erstaunlicher. Denn wenn das einzige Zuschlagkriterium der niedrigste Preis ist, kann eine individuelle und an die Bedürfnisse des Betroffenen angepasste Versorgung nicht gewährleistet werden.

Auch für die Pflegenden könnte eine angepasste, individuelle Hilfsmittelversorgung eine positive Unterstützung sein, wird doch die Qualität ihrer Arbeit am Nichtvorhandensein eines Dekubitus gemessen.

Die Berliner Prävalenzerhebung zeigte auch in 2008 einen deutlichen Rückgang an Dekubitalgeschwüren in den befragten Kranken­häusern und Pflegeheimen, im Vergleich zu den Vorjahren. Umstrittene Hilfsmittel, von deren Anwendung bereits abgeraten wurde, wie Felle, Fersenschoner oder Sitzringe, sind weitestgehend aus dem Pflegealltag verbannt.

Diese positive Entwicklung ist zu einem großen Teil auf den „Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ zurückzuführen. Pflegekräfte sind sich des Problem wesentlich bewusster als früher und leisten hier professionelle Arbeit um Dekubitalgeschwüre aus dem Alltag zu verbannen.

Trotz allem besteht vielerorts, bei allen an der Versorgung Beteiligten, noch Informations- und somit Handlungsbedarf in der Prophylaxe und Therapie von Druckgeschwüren.

Diese Broschüre soll informieren und einen Beitrag zur Hilfe­stellung und Aufklärung bei der Betreuung und Pflege von Dekubituspatienten leisten.

IGAP
August 2014

1) Gesundheitsberichterstattung des Bundes, RKI
2) vergl. Pelka 1997, zitiert nach DNQP 2002