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Anbieter von MiS Micro-Stimulations-Systemen zur Dekubitus- und Schmerztherapie:
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Dekubitus-Ratgeber

Entstehung - Wie entsteht ein Dekubitus?

Auf Grund der Definition ist klar, dass es sich beim Dekubitus um ein Geschehen handelt, das auf Grund von Druck und Scherkräften entsteht. Die Hauptursache für die Entstehung eines Dekubitus ist die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit eines Patienten. Dadurch ist es ihm nicht möglich, den Druck, der durch die Belastung des Sitzens oder Liegens innerhalb einer gewissen Zeit entsteht, durch Ausgleichsbewegungen zu verlagern.

Dieser Druck führt zunächst zu einer Zellverformung, die unter Umständen sehr komplex sein kann. Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass diese Verformung der Zellen vor allem im Muskelgewebe besonders zu Beginn des Drucks auf das Gewebe eine zentrale Rolle bei der Entstehung eines Druckgeschwürs einnimmt. Erst nach längerer Zeit gewinnen Minderdurchblutung und Übersäuerung des Gewebes an Bedeutung. (nach Schröder, Kottner, 2012)

Gerade bei älteren Menschen können durch Scherkräfte ganze Hautschichten voneinander getrennt werden. Dafür verantwortlich sind die Hautveränderungen dieser Altersgruppe. Die Haut älterer Personen erfährt eine Abnahme des Wassergehalts und einen Elastizitätsverlust. Sie wird schlaffer, das Unterhautfettgewebe wird zunehmend weniger. Durch die nachlassende Aktivität der Talgdrüsen trocknet die Altershaut vermehrt aus. Diese Besonderheiten der Altershaut führen zu einer insgesamt größeren Verletzlichkeit bei gleichzeitig verlangsamter Wundheilung. Aus diesen speziellen Gründen ist es wichtig, gerade auf die Haut älterer Patienten ein besonderes Augenmerk zu richten und sie mit großer Sorgfalt zu behandeln.

Es ist in der täglichen Praxis häufig schwierig, wenn nicht gar unmöglich die eindeutige Diagnose „Dekubitus“ zu stellen. Manche Dekubitalgeschwüre zeigen sich zunächst gar nicht an der Hautoberfläche sondern finden in den tieferen Gewebsschichten statt. Häufig muss man genau die Mechanismen untersuchen, die zur bestehenden Hautläsion geführt haben, um entscheiden zu können um was es sich im vorliegenden Fall genau handelt.


Stichwort: Scherkräfte

Untersuchungen haben ergeben, dass neben dem Druck auch Scherkräfte bei der Entstehung eines Dekubitus in bedeutendem Maße mitwirken. Unter Scherung wird im pflegerisch-medizinischen Sprachgebrauch die Ver­schie­bung der verschiedenen Hautschichten gegeneinander verstanden. Sie ergibt sich beim Umdrehen, Ziehen und Lagern des Patienten. Die Scherung bewirkt eine Verdrillung der Blutgefäße und unterbindet damit ebenfalls die Blutzirkulation.

Eine weitere Ursache für einen Dekubitus ist in der Reibung zu sehen, die zu Hautschäden führt. Reibung, die beispielsweise durch das "Runterrutschen im Bett" verursacht wird, führt zu Verletzungen der Haut. Auch ungeeignete Kleidung, Nachtwäsche oder zu enge Schuhe können Reibung erzeugen, die das Entstehen eines Dekubitus fördern.

Abb. 3: Entstehung eines Dekubitus

Entstehungsorte - Wo entsteht ein Dekubitus ?

Ein Dekubitus entsteht bevorzugt an Körperstellen, die sich

  • a) durch Knochenvorsprünge und
  • b) geringe Abpolsterung durch Muskel- und Fettgewebe auszeichnen.

Am häufigsten treten Druckgeschwüre in der Steißregion, an den großen Rollhügeln (Trochanteren) und an den Fersen auf. Aber auch die Ohren, der Hinterkopf, Schulterblätter und Zehen können betroffen sein.

Abb. 4: Primäre Entstehungsorte für Dekubitus in verschiedenen Körperpositionen