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Anbieter von MiS Micro-Stimulations-Systemen zur Dekubitus- und Schmerztherapie:
www.thevo.info

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Hallo, ich habe eine Frage zu dem im Betreff genannten Matratzen-System. Handelt es sich hierbei um eine Weichlagerungs- oder Wechseldruckmatratze? Ein hoch Risiko Patient mit Diabetes mellitus wurde zunächst auf einer Rotorost Matratze gelagert und anschließend auf dieser „TheraKair“. Der Patient war über fünf Wochen in einem künstlich gehalten, bis hin zu einem sedierten Zustand. Aufgrund eines forcierten Weaning-Prozesses wurde der Patient ausschließlich in Rückenlage gelagert. Hierbei hat der Patient innerhalb von drei Tagen eine 12x6cm große Blase am Steißbein entwickelt und darauf hin dann innerhalb relativ kurzer Zeit (sechs Wochen) einen Dekubitus IV. Eine Dekubitus-Risikobeurteilung wurde nach Waterlow & Norton erst nach Entstehen der Blase vorgenommen. Der Patient hatte durchgängig über 25 Punkte und ist somit ein Hochrisikopatient. Eine entsprechende Dokumentation individueller, ärztlicherseits angeordneter dekubituspräventiver Maßnahmen ist bruchstückhaft. Die erneute Vorname einer Risiko Beurteilung wurde insgesamt nur 3x vorgenommen. Der Patient wurde nur auf oben genannter Matratze gelagert. Aktive Umlagerungen fanden selten statt. Die meiste Zeit lag der Patient pro Schicht über 4-6 Stunden auf dem Rücken. Haben Sie hierzu Erfahrungswerte? 

Unsere Expertin

referent m saller

Leider werden die aktuellen Standards zum Thema Umlagerung vielerorts noch nicht konsequent eingehalten. Wundgeschwüre, wie im Falle Ihres Patienten, sind dann die schmerzhafte Folge. Bei der TheraKair handelt es sich um ein sogenanntes Low Air Loss System, also Luftstromtherapie. Dass diese Matratze keine aktuelle Hilfsmittelnummer besitzt, erschwert die Abgrenzung. In Hinblick auf die Wirkungsweise steht die gleichmäßige Gewichtsverteilung im Mittelpunkt, dadurch zählt das System zur Kategorie Weichlagerungs-Matratzen. Konkret zu Ihrem Fall: Egal, auf welcher Matratze ein Mensch liegt, der immobil oder eingeschränkt mobil ist, er muss in regelmäßigen Abständen gelagert werden. Die Lagerungsintervalle sollten hierbei individuell angepasst werden. Wenn aufgrund weiterer Therapien die Lagerung erschwert ist, muss mit sogenannten Mikrolagerungen gearbeitet werden (siehe nationaler Expertenstandard zur Dekubitusprophylaxe). Die Risikoeinschätzung anhand von Skalen wird seit 2010 von der Expertengruppe nicht mehr empfohlen. Sie wurde durch eine pflegefachliche Einschätzung ersetzt, anhand derer dann geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiterhelfen!

- Marion Saller, Diplom-Pflegewirtin, IGAP Institut für Innovationen im Gesundheitswesen und angewandte Pflegeforschung e.V.


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