Sich nicht mehr bewegen zu können und an das Bett gefesselt zu sein, macht vielen Menschen Angst. Dabei kann es schneller passieren, als viele meinen, und muss nicht immer das Lebensende bedeuten. Viele Menschen sind beispielsweise nach einem heftigen Auto- oder Sportunfall gezwungen, monatelang das Bett zu hüten und erholen sich später wieder. Bei anderen kann dies nach komplizierten Operationen nötig sein.
In jedem Fall ist es wichtig, auf die Möglichkeit solch einer Situation gut vorbereitet zu sein und alles dafür zu tun, dass sich Körper und Geist möglichst gut regenerieren können. Erholsamer Schlaf ist dabei von entscheidender Bedeutung. Er unterstützt Heilungsprozesse, lindert Entzündungen und fördert unseren Kreislauf sowie ein gesundes Nervensystem und unsere Immunabwehr. Wer hingegen bei Bettlägerigkeit schlecht schläft, kann nicht nur Besuche von Familien und Freunden weniger genießen, sondern läuft Gefahr, seinen Körper zusätzlich zu schädigen und weiter abzubauen.
Checkliste:
✔ Um bei Bettlägerigkeit bestens versorgt zu sein oder Angehörigen und Heimbewohnern mit Dekubitusrisiko zu unterstützen, ist es empfehlenswert, auf folgende Faktoren zu achten:
Viele Patienten, die bettlägerig sind, können in dieser Zeit schwer ihre Bedürfnisse äußern. Deshalb ist es wichtig, Angehörige oder Pflegekräfte rechtzeitig über Schlafgewohnheiten
sowie nächtliche Beschwerden und persönliche Lösungsstrategien zu informieren. Fast alle Menschen können z.B. in bestimmten individuellen Liegepositionen besonders gut einschlafen.
Manchen hilft es, ein wenig Radio zu hören oder ein kleines Licht anzumachen, um nach dem Aufwachen wieder in den Schlaf zu finden.
✔ Häufiges Umlagern in der Nacht ist nicht immer sinnvoll. Das früher häufig angewendete Zwei-Stunden-Schema gilt heute als überholt. Statt starrer Zeitvorgaben entscheidet das individuelle
Dekubitusrisiko darüber, wie oft eine Umlagerung erforderlich ist. Dabei spielen unter anderem der Hautzustand, die Mobilität und die verwendeten Hilfsmittel eine wichtige Rolle.
Druckentlastende Matratzen können die Versorgung unterstützen und die Lagerungsintervalle je nach Situation verlängern.
Tipp: Digitale Pflegeassistenzsysteme können dabei unterstützen, individuelle Lagerungsintervalle einzuhalten und Pflegepersonen im Alltag zu entlasten.
Sie ersetzen die fachliche Einschätzung nicht, können aber helfen, Lagerungsmaßnahmen bedarfsgerecht zu planen und zuverlässig umzusetzen.
✔ Eine gute Inkontinenzversorgung ist bei bettlägerigen Patienten für erholsamen Schlaf unerlässlich. Durch hochqualitative, besonders saugfähige Produkte lässt sich häufiges Wechseln in vielen Fällen vermeiden,
sodass der Betroffene länger durchschlafen kann.
✔ Die Schlafstörungen von bettlägerigen Menschen müssen nicht zwangsläufig nur von dem fehlenden Bewegungsmangel oder schmerzenden Stellen herrühren. Auch Dekubituspatienten
können weitere altersentsprechende Erkrankungen haben. Angehörige und Pflegekräfte sollten hier unbedingt darauf achten, dass diese nicht übersehen werden und unbehandelt bleiben,
weil die Person sich nicht mehr entsprechend mitteilen kann.
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