MiS Micro-Stimulation - eine neue Dekubitustherapie verändert
die Pflege !
In der täglichen pflegerischen Arbeit nimmt die Prophylaxe und
Therapie von Druckgeschwüren einen immens wichtigen Stellenwert
ein, der sich durch die demographische Entwicklung und der damit
einher gehenden Multimorbidität der Patienten, ständig im Wachstum
befindet.
Bei genauer Betrachtung der Versorgung von Dekubituspatienten
werden Defizite, vor allem im Bereich der Lagerungs- und Transfertechniken
sowie von Antidekubitus-Systemen immer deutlicher.
Die nationale und internationale Pflegeforschung beschäftigt
sich seit geraumer Zeit mit dieser Problematik. Aus den gewonnenen
Forschungserkenntnissen ist der erste nationale Expertenstandard
zur Dekubitusprophylaxe entstanden. Dieser belegt traditionelle
Maßnahmen, wie die Risikoeinschätzung mittels standardisierter
Skalen und angemessene Hautpflege, integriert aber auch neue Konzepte
in die fachkundige Pflege. Scherkraftreduzierende und somit gewebeschonende
Lagerungs- und Transfertechniken, Förderung der Eigenbewegung
der Patienten sowie Anleitung und Schulung aller an der Pflege
beteiligten Personen stellen Schwerpunkte in der Versorgung dieser
Patientengruppe dar.
Aus den Vorgaben des Expertenstandards ergeben sich veränderte
Anforderungen an Antidekubitus-Systeme. Druckreduzierung und Scherkraftminimierung
sind nach wie vor unerlässliche Produkteigenschaften, aber sie
reichen nicht mehr aus. Wirkungsvolle Antidekubitus-Systeme müssen
in der Lage sein, die Eigenbewegung des Patienten zu erhalten
und zu fördern. Und sie sollten positive Auswirkungen auf Körperbild
und Körperwahrnehmung haben, damit weder die pflegerischen Maßnahmen,
noch der Zustand des Patienten negativ beeinflusst werden.
Diese pflegewissenschaftlichen Erkenntnisse führten zur Entwicklung
einer neuen Gattung von Antidekubitus-Systemen, den MiS
Micro-Stimulations-Systemen.
MiS Micro-Stimulation:
MiS Micro-Stimulations-Systeme können durch kleine Bewegungen
die Eigenbewegung des Patienten erhalten und fördern. Dadurch
wird eine natürliche Blutzirkulation im Gewebe gewährleistet,
so dass das Auftreten von Druckgeschwüren verhindert, bzw.
die Grundvoraussetzung für die Wundheilung geschaffen wird.
|
Funktionsweise von MiS Micro-Stimulations-Systemen
- Einheitliche Auflagefläche des Körpers zur gleichmäßigen Druckverteilung
ohne Spitzendrücke.
- Gewebeschonende Lagerung des Patienten durch Systemaufbau.
- Erhalt und Förderung der Eigenbewegung durch Rückkopplung
der Mikrobewegungen des Antidekubitus-Systems mit dem Körper
des Patienten.
- Diese Rückkopplung unterstützt den Erhalt der Körperwahrnehmung
und ermöglicht dadurch die Eigenbewegung des Patienten.
Positive Wirkung von MiS Micro-Stimulations-Systemen auf den
Patienten
- Vorbeugung von Spastiken und Kontrakturen.
- Unterstützung des Körperbildes und der körperbezogenen Wahrnehmung.
- Förderung der Eigenbewegung des Patienten.
- Habituationsprophylaxe
- Förderung und Unterstützung der Schmerztherapie durch physiologische
Lagerung ohne Druckspitzen.
- Vermeidung negativer Einflüsse auf die zeitliche und örtliche
Orientierung des Patienten.
- Anatomisch korrekte Lagerung und ein physiologisches Mikroklima
durch Verarbeitung atmungsaktiver Materialien.
- Positive Auswirkungen auf die Schlaf- und Liegequalität.
- Förderung des Wohlbefindens des Patienten und Unterstützung
des Genesungsprozesses.
In der Praxis haben sich MiS Micro-Stimulations-Systeme hervorragend
bewährt. Es konnten bis heute keine Kontraindikationen bzw. Nebenwirkungen
beobachtet werden. Besonders positive Auswirkungen auf den Therapieerfolg
zeigten sich bei Patienten mit:
- Apoplex
- Demenzerkrankungen
- Körperbildstörungen und -veränderungen
- Schmerzpatienten
Aufgrund dieser Ausführungen ist der Einsatz
von MiS Micro-Stimulations-Systemen im Sinne einer fachgerechten
Versorgung der Patienten in der Dekubitustherapie sehr empfehlenswert.
Pflegewissenschaft-Info, Januar 2002, Hrsg. IGAP
|